Art Challenge – Woche 1

Bin nun offiziell Teilnehmerin einer Art-Challenge, welche durch eine Person im euIRC ausgerufen wurde, – wem das nix sagt, der brauch sich an dieser Stelle nicht zu schämen – zu gewinnen gibt es nix, dafür haben wir hoffentlich aber viel Spaß. Für jede der kommenden Woche ist ein Thema vorgegeben, welches man durch malen, zeichnen, schreiben, fotografieren, wie auch immer, kunstvoll umzusetzen hat. Der erste Beitrag hat den bedeutungsvollen Titel „imaginary friend“. Also, here we go!

imaginary friend

Seelenblut

Atreyu -The Remembrence Ballad

Ich versuche es dir zu erklären. Aber ich weiß nicht wie ich da anfangen soll. Am Abgrund laufen und bei dem kleinsten Fehltritt gnadenlos in die Tiefe fallen. Weil ich zu viele Freudensprünge gemacht habe. Das Hockraxeln kommt meistens von ganz alleine und den Aufschlag merke ich meist gar nicht mehr so, weil ich dann vollkommen weg bin von der Realität. Wirklich hart ist das Fallen und der Moment, in dem ich realisiere, dass ich fallen werde. Wenn es mir wieder richtig gut geht, zu gut. Den Umständen irrational gut. Mir wird bewusst, dass diesem Hoch ein schmerzhafter tränenreicher Sturz folgt. Und dann liege ich da und weine und kann nichts mehr. Ein Gefühl als ob ich zerrissen werde, weil die Haut spannt und jedes Molekül in mir drin in eine andere Richtung fliehen will. Und mein Verstand, mein Sein, mein Wesen will weg nach… ein Ort an dem ich nicht mehr hier bin. Und das Dagegenankommen tut weh und verstärkt dieses schlimme Gefühl in mir, aber ich weiß, dass ich mich so retten kann vor dem Abwesendsein, dem tagelangen Wegsein. Wo ich mit diesem Gitter vor den Augen herumlaufe und nur noch funktioniere, nicht mehr wirklich spüre oder realisiere was um mich herum geschieht. Früher konnte ich das sehr gut beenden, in dem ich mir wehtat, doch das will ich nicht mehr und deshalb muss ich auch dagegen ankämpfen, dagegen angehen, dass ich nicht in den Zustand komme, an dem ich es nicht mehr merke, der Zustand, in dem ich keinen Einfluss mehr darauf habe. Das ist so kraftraubend und anstrengend und quälend. Mit der Zeit wurde dies immer leichter, sodass ich heute weniger kämpfen muss. Aber das ist auch ein Lichtblick. Ein Erfolg. Ich hoffe, dass ich irgendwann so stabil bin, das nicht mehr erleben zu müssen. Auf meine Art kann ich das – wenn überhaupt – wohl nur sehr sehr langsam in den Griff kriegen. Aber auf wessen Art soll ich es dann machen? Es zeichnet sich immer mehr ab, dass ich eine Therapie machen muss. Wenngleich ich so viele gescheiterte Versuche hinter mir habe, muss ich mir doch auch eingestehen, dass diese Versuche immer halbherzig und kurzfristig waren und vermutlich daher nie anschlagen konnten… Die Sehnsucht nach Normalität ist für jemanden, der darin alltäglich lebt wohl schwer zu verstehen aber ich gäbe derzeit einfach alles darum langweilig und normal zu sein…