Wiedergefunden

12 Stones – Running Out Of Pain

Vor einiger Zeit habe ich mal einen Text zu dem Thema geschrieben, das hier war mein erster Entwurf:

Fragen zum Thema Freundschaft: 1. Was ist und was bedeutet Freundschaft? 2. Wielange braucht es, bis eine Freundschaft entsteht? 3. Welche Grenzen kennt Freundschaft? 4. Wie wertvoll oder entbehrlich ist ein Freund? 5. Was macht ihn/sie unersetzlich?

Mein bester Feind, mein bester Freund

Ihr Name ist egal, egal ist der Ort, egal der Tag. Denn das hier ist eine jeden-Tag-Geschichte mit einem jeden-Tag -Mädchen in einer, in dieser, Egal-Welt.

(2) Ich hab dich gern, flüstert der Kerl auf der Privatparty in ihr Ohr und lässt dann seine Zunge in ihrem Mund verschwinden. Ein paar Stunden später gehen die beiden händehaltend eine breite Straße entlang. Fühlt sich an, als würde ich dich ewig kennen!, sagt der Typ. Lächelndes Nicken von ihr. Dann betritt sie mit ihm seine Wohnung, wo er das Vertrauen das innerhalb von wenigen Stunden die Tiefe von Jahren erreicht hat, innerhalb von Minuten vernichtet. Missbraucht. Zerstört. Belogen. Ausgenutzt.

(3 + 4) Ein Uhr Nachts. Tränen in den Augen. Zitternde Hände. Atmen vergessen. Offene Schnürsenkel. Treppenhaus. Straße. Fremde Stadt mit bekanntem Gesicht, das sich irgendwo hinter einer Telefonnummer versteckt. Ich bin immer für dich da!, hallen Worte in ihrem Kopf wider. Handy aus. Im Stich gelassen.

(1 + 4 + 5) Er fährt 200 Kilometer, obwohl sie ihm heulend am Telefon versichert hat, dass sie klar kommt. Menschen ignorieren das Tränenkind auf den Stufen zum Laden, der seit Stunden geschlossen ist. Geschlossen sind auch die Menschen, bis auf ein Mädchen: Ist alles Okay? Wirklich? Nicken. Weitergehen. Doch geschlossen. Er sammelt sie auf, bringt sie in Sicherheit. Er würde diesen Weg jeden Tag fahren…

Halte dir deine Feinde nahe, aber deine Freunde näher.

Wie kommst du darauf, dass jemand für dich da ist, wenn er/sie es doch nie war? Wieso vergisst du, dass du Menschen/Freunden nicht egal/nicht so wichtig bist? Haben wir letzendlich keine Menschenkenntnis, sondern einfach nur Glück, dass wir richtig lagen?

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