Verderben. Wir müssen leben, bis wir sterben

Musik: Falco – Out Of The Dark

Tausend Mal versucht. 999 Mal gescheitert. Nie aufgegeben. Erklärungsversuche. Wieso verletzt sich jemand selbst?

Irgendwann mit 14 hat das Elend angefangen, zu den Depressionen, die ich seit kleinauf habe, kam der Schmerz… Irgendwo muss ich es abgespickt haben, denn von alleine auf die Idee kommen, sich zu schneiden, zu verbrennen etc., das tut man nicht. Erinnerungen sind getötet und ich bin mir sicher, dass das gut so ist…

Gestern wieder. Unverständnis. Erklärung. Halbverständnis und die Frage Kann ich (ungenannte Person) damit umgehen?. Viel zu oft von so vielen Menschen mit Nein beantwortet, wurde ich zurückgelassen, alleine, aufgegeben, verletzt und daraufhin von mir verletzt. Das Vertrauen in Menschen, die bleiben, ist nicht mehr vorhanden. Die Hoffnung schon, die lässt mich auch erklären:

Tagelang staut es sich auf. Anspannung, Druck, Stress, der irgendwie abgebaut werden muss. Ein einfacher und sicherer Weg, an den du dich gewöhnt hast. Zu sehr gewöhnt. Es ist eine Sucht. Wenn du abhängig von Zigaretten bist, aber aufhören willst. Dann hast du manchmal einen Rückfall, aber trotzdem den Willen aufzuhören. Manchmal zweifelst du und brauchst Zuspruch von deinen Leuten…

Wrong

Musik: Mono Inc. – Life Hates You

Looks like little glue drops slow down your cheek
Seems like all hope is gone
Like the dirty water in the drainage just a second ago
And your words are gone too
Seems like your voice is voiceless
And your fragile hands are speechless too

When did it all go wrong?

[/J]

Ich bin ein Attentäter

Musik: Der W – Der W Zwei Drei

Neu ist das nicht. Aber interessant. Amüsant vlt. In meinen Adern fließt selbstzerstörisches Blut, in meinen Zellen sind Selbstmordattentätergene. In meinem Kopf Chaos. Ein System, das läuft. Schon immer.

Wenn ich Terrorist wäre, würde ich nicht bei dir sondern bei mir unterm Schreibtisch ne Bombe verstecken. Ich bin unverständlich. Nicht nachvollziehbar. Selbstboykottierer. Ich springe vom 3-Meter-Brett in einen leeren Pool. Ich gebe dir Geld, obwohl du zig Einträge bei der Schufa hast. Ich stempele meine Buskarte nicht ab, obwohl ich weiß, dass gerade ein Kontrolleur eingestiegen ist. Ich lerne nicht, obwohl ich Nullahnung habe. Ich lerne nicht. Nicht aus meinen Fehlern, nicht aus deinen. Ich bin unverbesserbar. Sonderbar. Hang zur Selbstzerstörung. Ich trinke, obwohlich nicht laufen kann. Ich nehme statt 40 mg, 80 mg Antidepressiva. Ich laufe im Winter mit Chucks rum. Ich nehme absichtlich keinen Regenschirm mit. Ich sehe beim Gemüseschneiden aus dem Fenster. Ich trinke zu heißen Kaffee. Ich gucke nicht, wenn ich über die Straße gehe. Ich gehe nicht zur Schule. Ich ignoriere Warnungen. Ich esse nicht. Ich zerschneide mir die Arme. Ich zerfließe in Selbstmitleid. Ich mach mich kaputt. Ich plane einen Anschlag auf mich selbst. Ich bin ein Attentäter.

Irgendwie Glück

Musik: Muse – Time Is Running Out

Vor ungefähr 15 Jahren, ich glaube traurigerweise wirklich dieser menschlichen Ewigkeit, hing ich kopfüber an einem Geländer, das einen Fußballplatz einzäunte und tat – nix!

Ich ließ einfach nur das Glück in meinen Kopf fließen. Kindliches Glück, ehrliches Glück, herrliches Glück. Mehr nicht. Eben dieses Gefühl habe ich heute wieder.

Das Bedürfnis auf den nächstgelegen Spielplatz zu gehen und mich ans Reck zu kleben kommt auf. Leider wird der 50 Schritte entfernte Spielplatz obligatorisch-störend von Asylanten und Die-Tafel-Essern beschlagnahmt, die da ihre Bierfläschen leeren und volle Kinderwagen mit den Pfennigabsatzfüßen anschieben, während Mehmet mit Achmet auf dem Proletenhandy telefoniert. Der Wohlfühlfaktor ist dadurch bedeutend gering. Da meine Faulheit mich nicht weiter gehen lasen würde, versuch ich’s kopfüber auf dem heimischen Stuhl – nicht ganz so schön, aber irgendwie individuell(er).

Könnte n schöner Tag werden, denke ich und krieche wieder ins Bett :P.

Mördermenschen

Musik: Nightwish – Whoever Brings The Night

Ich habe Fleischsalat gegessen. Ein Ausschnitt meines Chatlebens.

21:41:47 Jule: is eh eklig auf leichenteilen herumzukauen, wenn einer des bei menschen macht isser n perverser unso… dabei is des nix anderes! genauso eklig….
21:42:59 Ungenannte Person: hmja..
21:43:02 Ungenannte Person: is nur die vorstellung anders
21:43:21 Jule: ja weil so eingetrichtert worden unso
21:43:24 Jule: erziehung bla
21:43:29 Jule: aber eig des gleiche
21:43:36 Jule: menschen sin asfresser
21:43:40 Ungenannte Person: naja nich das gleiche
21:43:40 Jule: eklige asfresser
21:43:43 Ungenannte Person: hm 😛
21:43:44 Jule: un geldgeil
21:43:45 Jule: !
21:43:46 Ungenannte Person: warum eklig?
21:43:52 Ungenannte Person: ja geldgeil is ekliger 😛
21:44:01 Jule: stell dir ma vor
21:44:10 Jule: jms bringt deinen bruder um un isst ihn dann
21:44:13 Jule: wie nennst du des
21:44:20 Jule: geisteskrenk, eklig, pervers
21:44:34 Ungenannte Person: bäh
21:44:34 Jule: un jeze kill mal n schweinchen un hängs an n haken
21:44:37 Ungenannte Person: ja
21:44:39 Jule: wie andeeers
21:44:39 Ungenannte Person: hm :/
21:44:40 Ungenannte Person:
21:44:42 Jule: des hatte ja keine gefühle
21:44:44 Jule: un keine mama
21:44:46 Jule: !
21:44:49 Ungenannte Person: aaah :/
21:44:56 Ungenannte Person: nu kann ich nix mehr essen
21:45:04 Jule: hoffsch für dich
21:45:05 Jule: !
21:45:25 Jule: ich hab des gefühl ich müsst mich orfeigen
21:45:26 Ungenannte Person: mh
21:45:27 Jule: wegen dem salat
21:45:30 Jule: mirs so übel
21:45:32 Jule:
21:45:33 Ungenannte Person: ah nein
21:45:36 Ungenannte Person: jul
21:45:58 Jule:
21:47:05 Ungenannte Person: ja weiss auch nich
21:47:39 Jule: schlechtmenschen
21:47:43 Jule: wichser
21:47:45 Jule: perverse
21:47:47 Jule: asfresser
21:47:53 Ungenannte Person:
21:47:54 Jule: tiefstmenschen
21:48:00 Jule: unterste klasse
21:48:06 Jule: widerlich
21:48:11 Jule: leichenfresser
21:48:14 Jule: leichenschänder
21:48:34 Jule: geldgeile wichser leichenzerkauende perverse
21:48:35 Jule: wäääh
21:48:40 Ungenannte Person: hm
21:48:49 Ungenannte Person: besser nich dran denken einfach
21:48:51 Ungenannte Person: vermutlich
21:49:00 Jule: am leid anderer verdiener un erfreuer
21:49:06 Jule: am leid anderer wesen ergötzer
21:49:08 Ungenannte Person: :/
21:49:13 Jule: andere wesen wertlos stellende
21:49:19 Jule: gottmenschen
21:49:29 Jule: perverse industriestaatler
21:49:31 Jule: kraaaank
21:49:35 Jule: wie ich mich aufreg jeze 😀
21:49:39 Ungenannte Person: fjdn
21:49:46 Ungenannte Person: hmja aber hast recht iwie

Nervnerv

Musik: Negative – After All

Doofes Leben, lass mich in Ruhe! Bis eben gerade. Dann habe ich meinen Horizont erweitert und bin aus dem Bett geklettert. Die Welt ignoriert mich, ich mich auch. Ich kann mich heute nicht leiden. Du bist anstrengend!

Hirnwelten

Musik: 12 Stones – Fade Away

Ungenannte Person, auch Sasha genannt (Name v. d. Redak. geänd. :P) hat mich herausgefordert: Ein kleiner Schreibwettbewerb zwischen uns, um unsere pseudointellektuellen Gedanken mitzuteilen. Die Vorgabe „Kurzgeschichte“ habe ich etwas sehr wörtlich genommen, ich gebe zu, mir fiel nichts mehr ein und ich habe -wie so oft – ziemlich schnell aufgegeben. Du hast gewonnen! Aber danke für die Ehre mich an deiner Weisheit erfreuen zu dürfen :>.

Ergründe deine Weisheit. Erforsche deine Gehirngänge. die Transmitter, die Neuronen, wie sie deine stupiden Geistesblitze durch deinen Kopf jagen. Erinnere dich an dich. an die Zeit, als das Fernsehen dein Denkzentrum noch nicht vollständig eliminiert hatte. Erinnere dich an die Zeit, als da nur ein toter schwarzer Kasten stand und deine Augen leuchtend die Umgebung erforschten. Die Farben. Die Stimmen. Die Menschen. Streng deine lahm gelegten Hirnwindungen an, krieche in deine tiefsten, die innersten noch nicht ergrauten Zellen und finde das Kind in dir wieder. Du warst sieben. Deine kleinen Finger haben Legosteine übereinander gesetzt, so wie jetzt das Kind auf dem Bildschirm. Deine Sehorgane haben die Farben gespürt, deine Haut die Kanten. Wissensgeil bist du durch die Wälder gestreift, deine Kleidung zerrissen, deine kleinen Hände verdreckt. Wissenshungrig hast du alles aufgesaugt, mit den sauberen Ohren, den blauen Augen, der freien Nase. Der Geruch des Waldes! Erinnerst du dich an das Lichtspiel des Sonnensterns in den grünen Baumkronen? Den zärtlichen flüsternden Wind? Taub und blind hat dich die maßlose Medienüberflutung werden lassen. Ignorant für die Welt. Wie paradox, dass du bei der WorldVision-Werbung jedes Mal denkst, du solltest spenden. Lethargisch stopfst du Chips in deinen Fressmund hinein, zum Reden brauchst du ihn nicht mehr. Die Krümel verteilen sich über deiner klebrigen Jogginghose, die Tüte raschelt, doch deine verdreckten Gehörgänge verstehen nur noch Surroundsound. Die Werbung erklärt dir, dass du abnehmen solltest. Die Werbung zeigt dir, wie du dein Bad zu putzen hast. Die Werbung erklärt dir die Welt. Deine fette Hand tastet nach der Fernbedienung, die nicht auffindbar ist. Deine seelenlosen Augen erforschen deinen Sofahorizont. Panik frisst sich durch deine verkalkten Adern, deinen von Metastasen zerfressenen Körper bis hin zu deinem verfetteten Herzen: Ein Stich. So viel Action verträgt dein kranker Körper nicht. Zitternde Hände, suchende Sehorgane. Dein dicker Arsch erhebt sich, um unter dem Sofa nachzusehen. Staub, Pizzareste, die Beweise deiner Existenz umgeben das wichtige Gerät. Deine Stummelfinger greifen danach, dein Asthma macht sich bemerkbar. Eine Anstrengung! Die Batterien sind aus ihrem Grab heraus gefallen. Unauffindbare Energiespender. Dein fetter Körper versinkt im Sofamund, geräuschvoll untermalt von dem Zerbröseln der Chipsreste. Die flimmernden Bilder in der Röhre verursachen bei dir einen epileptischen Anfall. Zuckende Bewegungen, du beißt deine spröden Lippen auf. Dein matschiges Hirn kann keine weiteren Schäden mehr aufnehmen. Verkrampft und müde liegt deine krüppelige Körperhülle da. Blut läuft über dein dreckiges Gesicht. Ergründe deine Weisheit!

mfG,
Jule 😛

Tabletten

Musik: Plain White Ts – Serious Mistake

Ich zerteil sie jeden Morgen in mindestens zwei Teile, um sie halbwegs einfach runterzukriegen.

Manchmal schluck ich nicht schnell genug und ein pervers-süßlicher Geschmack verteilt sich auf der Zunge. Beschreiben lässt sich das schwer, es gibt nichts Vergleichbares. Ekelhaftes Gefühl, stimmungsaufhellende Wirkung, wie Ärzte liebevoll sagen. Ich merk nix davon. Placebos?

EDIT: Antidepressiva, Rabe.