Aufruf zum Massensuizid…

Musik: Flowing Tears – Unspoken

Oder so. Es gibt so viele Dinge, die ich noch machen wollte, bevor ich gehe. Einen Zitronenfalter rauchen, in Schweden herumreisen oder ungenannte Personen treffen. Aber wenn ich drüber nachdenke, ist es eigentlich egal. Denn wenn man tot ist, hat man davon eh nichts mehr.

Ich wär’s gerne. Seit Wochen wieder dieses Gefühl. Das Wissen, dass es bleibt. Will nicht mehr. Und dann lese ich ihren Blogeintrag, kann mich sofort identifizieren un fange an zu heulen. Wirklich traurig daran ist aber eigentlich die Tatsache, dass sie nicht die Einzige ist. Es gibt so viele, die nicht mehr wollen. Trotzdem atmen wir weiter. Wozu eigentlich?

Grundloser Schmerz

Musiktipp: ASP – Aus Der Tiefe

An meiner These, dass ich immer tiefer rutsche und immer verrückter werde, hat sich nichts geändert – sie hat sich sogar bestätigt.

Nicht erst gestern Abend. Schon Tage zuvor. – Wenn ich jetzt aber an den letzten Abend zurückdenke, überkommt mich die Angst. Grundloser Schmerz, der mich rief. Die Stimme, die mir befahl zu gehorchen. Ich verstehe meine eigens geschaffene kleine Realität nicht mehr. Scheinbar falle ich immer noch. Scheinbar höre ich damit auch gar nicht mehr auf, bis ich auf den harten kalten Boden aufschlage.

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Um Menschen, die meinen Blog noch nicht kennen, herzulocken, habe ich mir ganze 30 Minuten Zeit genommen, um dieses Werk entstehen zu lassen :P.

Versagungsfreude

MusikHörtipp: Bibi Blocksberg – Bibis neue Freundin

Eine meiner ersten harten Enttäuschungen hatte ich in der Grundschule, dritte Klasse. Wir bekamen eine Arbeit zurück un darauf prangt eisern die Note 6.

Im Laufe der Jahre stellte sich heraus, dass ich in Mathe wirklich eine Null bin und ich fand mich mit der Tatsache ab, nie besser als 4 zu schreiben. In diesem Moment jedoch brach meine kleine Welt zusammen.

Weinend saß ich dort. Eine Lehrerin, die mir Mut machte. Mitschüler die ankamen und meinten, dass es doch nicht so schlimm sei. Weinend saß ich dort vor der Sporthalle auf der Bank. Ein furchtbares Gefühl. Das Gefühl versagt zu haben.

Heute, 12 Jahre später, habe ich eine richtige Versagungsfreude entwickelt. Es scheint mir Spaß zu machen, regelmäßig Dinge nicht auf die Reihe zu kriegen. Ich habe eine Egalität gegenüber meinen Leistungen und meinem Leben entwickelt, die abartig ist. Wie ich auf diese Weise mein geplantes Abi schaffen will (habe mich für dieses Jahr angemeldet), ist ein großes Rätsel… Aber vlt. handelt es sich auch nur um eine Phase?

Die Stimmen sind weg

Musiktipp: ASP – Ich will brennen

Der Sturm ist vorbeigezogen. Die Schäden sind nicht so schlimm, wie befürchtet. Schadensbegrenzung- und behebung soweit möglich. Aber irgendetwas ist anders. Die Stimmen sind weg.

Ich habe sie nicht gehört. Sie waren nicht da. Ich war anwesend als es passierte. Ich war da; und doch habe ich keinen Schmerz gespürt. Jetzt quälen mich Fragen. Rückschritt? Schritt nach vorn? Gesünder oder kränker geworden? – Kalt? Dauerdissoziation? Tot?

Irgendwie komme ich bald echt nicht mehr klar…

Kurz vorm Amoklauf

Musiktipp: Muse – Endlessly

Es gibt diese Momente in denen ich fallen will. Irgendwo in mir ist es und versucht mich auf den Boden zu zerren, zwingt mich in Tränen zu schwimmen und quält meine Seele.

Immer wieder muss ich dagegen ankämpfen, es besiegen. Oft gewinne ich diese Schlacht und kann dann bald mit Stolz lächeln. Aber manchmal sieht man kurze Zeit auch schon das Schlachtfeld auf meinem Körper. Denn sie ist auch da… Sie ist stark, erteilt den Befehl zur Selbstzerstörung. Mein schwacher Körper, mein Wille, ich bin nicht mehr da. Besiegt von ihr.

Leide darunter, es so oft nicht kontrollieren zu können, so oft zu verlieren. Aber wieso eigentlich? Wenn ich mich immer sofort fallenlassen würde, würde ich nicht immer so erschöpft sein. Dieses Schlimme Gefühl würde sofort besiegt werden. Es könnte so leicht sein. Ich bin mir seit ein paar Tagen nicht mehr sicher ob sie wirklich mein Feind ist…