Und ich wollte doch die Welt retten

Musiktipp: My Chemical Romance – Helena

Zwei ungenannte Personen, Schwester 1 und ich beschlossen Blut zu spenden. Natürlich aus reiner Nächstenliebe!

Also sammelte ungenannte Person uns alle ein und fuhr zum Klinikum, wo er erstmal auf der falschen Seite parkte. Als wir dann das schöne gelbe Schild mit dem entscheidenen Hinweis gefunden hatten kamen wir ohne Umwege an der Anmeldung an, bei der man ungesehen Mercis klauen konnte.

Ob ich Bisexuell bin, einen Psychoschaden habe, Häfling war, in einem Malariagebiet aufgewachsen bin, in den letzten Monat schwanger war, meine Eltern schlimme Krankheiten haben, ich drogenabhängig bin oder starke Medikamente nehme, mich in der letzten Zeit über einen längeren Zeitraum in England aufgehalten habe, ob sie mit meinem Hausarzt reden dürfen und wo er denn so lebt, wo ich lebe, welchen Beruf ich habe (Leute, der hat nicht in die Kästchen da gepasst), ob ich schon mal Blut gespendet habe. Und wenn ich lüge, werde ich wegen Körperverletzung verklagt. Bin ich damit einverstanden? Jaa.

Nach einer relativ kurzen Wartezeit wurde mir in meinen wunderschönen Finger gepiekst (ich hab nicht geweint!), mein Blutdruck gemessen und nochmal gefragt ob ich das erste Mal da bin. Dann weiteres Warten und ein Gespräch mit einer Ärztin, wo andere ungenannte Person mitkam. Massenabfertigung. Ob wir schon mal da waren, ob wir ein Pärchen sind (sehsch echt soo jung aus?), die Risiken und Nebenwirkungen. Dann Einzelgespräch, ob ich Vegetarierin bin und ah ich darf übrigens gar nicht spenden, weil mein Eisen im Keller ist. Na, Dankeschön!

Wieso kann die Frau, die die eingewilligte Körperverltzung an mir ausgeübt hat nicht gleich sagen, was Sache ist? Immerhin gibt es einen leckeren Spenderimbiss da.

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