Mal ne Frage fürs Ego

Musiktipp: Die Happy – Love To Hate You

Fühl‘ mich gerade son bißchen schlampig iwie. Allerdings nicht wegen der Unrodnung, die mich umgibt.

Mit wievielen Kerlen muss man geschlafen haben, um gerechtfertigt als Schlampe abgestempelt zu werden?

Sie kriegt dich

Musiktipp: KoRn – Ever Be

Die Sonne scheint herrlich hautkrebserregend durch dein verstaubtes Fenster und taucht dein Zimmer in ein abartig grelles fröhliches Licht. Du hast gute Laune.

Auf einmal, wie ein Schlag ins Genick, nur dass du den Schmerz nicht spürst. Die totale Traurigkeit. Sie überfällt dich, wie die Dunkelheit am Abend die Stadt umhüllt. Aus dem Nichts. Völlig unerwartet.

Zuerst ist es nur eine leichte Traurigkeit, die eine bevorstehende Depression nur erahnen lässt. Du ignorierst es. Nur kurze Zeit später liegst du weinend auf dem Fußboden, in deinem Kopf ein Todeswunsch. Diese Qual.

Sie lässt dich nicht los, klammert sich an dich, wie eine Zecke an ihr Opfer. Dein Bitten, dass es doch weggehen soll, bringt gar nichts. Tränen und nicht identifizierbarer Schmerz, nicht ortbar.

Du kannst einfach nur liegen und warten, dass diese depressive Welle vorbeigeht. Vielleicht hast du Glück und es dauert nur ein paar Minuten. Vielleicht hast du Pech und es zieht sich über Tage hin. Unwissenheit. Und Wut. Weil du es nicht steuern kannst, du hast keinen Einfluss auf diese Krankheit, die dir dieses schlechte elendige Gefühl bringt.

Dagegen ankämpfen kannst du nicht, weil dir dazu die Kraft fehlt. Also ergibst du dich in der totalen Folter. Diese Qual, die dir dein Leben aussaugt und dich dann liegen lässt, wenn du völlig kaputt bist. Immer aufs Neue…

Sich selbst belügen

Ich hasse es, wenn ich das tu. Meistens merke ich es erst viel zu spät. Das macht so krank. Vor allem, wenn man weiß, dass jemand anders, der Verleumndung zum Opfer gefallen ist.

flieg feechen, flieg…

’n Sentimentaler

Musiktipp: Rise Against – Swing Life Away

So oft hatte ich das Gefühl, dass der Boden unter meinen Füßen eingebrochen war und ich in ein tiefes schwarzes Loch falle.

Die Tage an denen die Depressionen so schlimm waren, dass ich nur die Decke über den Kopf ziehen konnte. Tage, an denen ich mich gefragt habe, wozu ich eigentlich lebe, wenn es doch nur pures Leiden ist.

Ich weiß nicht, wie oft ungenannte Person, auch Ex genannt, und ich schon Schluss hatten. Als es endgültig vorbei war, konnte ich das deshalb gar nicht wirklich realisieren und bin erst Wochen später in das Loch gefallen, das schon so lange auf mich gewartet hatte, ein Loch, aus dem mich niemand rausholen konnte. Wenn er gestorben wäre, hätte es sich wohl genauso angefühlt. Apokalypse.

Oder der Tag, an dem das wunderschöne Mädchen nie mehr mit mir reden wollte. Zeitlich kann ich das gar nicht mehr einordnen, ist vlt. ein Jahr her. Tränen. Nichts als Tränen. Das Gefühl nie wieder einen Menschen zu haben, dem man sich so nah fühlen kann, einen Menschen, der einen versteht…

Es gab so viele Situationen und Tage, die aussichtslos schienen. Momente, in denen ich mich selbst aufgegeben hatte. Aber die Tränen sind immer wieder versiegt, das schreckliche Gefühl ist immer wieder verschwunden. Ohne euch wäre ich gar nicht mehr hier:

du hast mir zugehört,
du hast auf mich eingeredet,
du hast mir die Rasierklingen aus der Hand gerissen,
du hast die Tür zugehalten,
du hast mir einen Blogeintrag geschrieben,
du hast mich angerufen,
du hast an mich gedacht,
du hast mich in den Arm genommen,
du hast mich nie aufgegeben…

Ich weiß, dass das alles nicht umsonst war, denn wenn ich zurückblicke, frage ich mich nicht wofür?. Es wird besser, vlt. sogar gut. Ich bin auf dem richtigen Weg geblieben, obwohl ich mich manchmal verlaufen hatte. Die letzten Meter schaffe ich jetzt alleine. Danke soweit :>.

Laaaangweilig war’s

Musiktipp: Stone Sour – Reborn

Verdammt alt, aber auch verdammt langweilig. Eines meiner schlechtesten Dates, hier für euch. Heute wieder aufgetaucht.

Ich parke in auf dem Parkplatz der Volksbank und gehe so langsam wie es möglich ist Richtung Bar. Meine Füße schlappen in regelmäßigen Abständen aus meinen viel zu großen Schuhen raus und der Wind versucht meine traumhaft schönen Haare zu zerzausen. Noch einmal um die Ecke, dann bin ich da. Ich setze mein schönstes Lächeln auf und versuche ein noch schöneres „Hi!“ hervorzubringen. Natürlich gelingt es mir und ich weiß schon in diesem Moment, was er noch nicht weiß: Wenn ich wollte, würde ich dich flachlegen. Er begrüßt mich eher zurückhaltend und wir betreten die Bar, in der die Musik die Unterhaltungen übertönt und man 20 Minuten lang auf sein Getränk warten muss.

Er redet. Und er redet. Was ich so mache. Ich leier meine Standardzeilen runter. Sprachschule. Werbung. Computer. Warte auf die wie-gut-ist-dein-Französisch-Frage. Die kommt aber nicht, stattdessen erzählt er mir, dass seine Schwester auch eine Sprachschule besucht. Ja, wie spannend. Ich lächle und sage, dass Sprachen ja total wichtig sein. Er redet weiter. Ich weiß gar nicht worüber, weil meine Gedanken bei dem Typ am Nachbartisch sind.

Der ist einfach nur schön. Also er, nicht der Tisch. Leider kommt in diesem Moment so ein elendig doofes Blondchen und markiert ihr Revier mit einem Kuss. So schön ist er jetzt auch nicht. Mein Gegenüber – wie heißt der noch mal? – geht Richtung Toilette. Wenn ich wollte, könnte ich jetzt flüchten. Die zwei Euro für meine Cola auf den Tisch werfen und wegrennen. Meine Hand greift nach meiner Jacke. Verdammt. Der Trottel kommt schon wieder. Ich versuche mich zu erinnern, warum ich mich überhaupt mit ihm verabredet habe. Es ist mir entfallen. Olsdahl* heißt er. Ja, richtig.

Ich lächle wieder, weil ich weiß, dass ich das gut kann. Olsdahl* sagt mir, wie schön mein Lächeln ist. Ich tue angemessen verlegen und höre wie aus meinem Mund die Worte „Meine Schwester hat mir gerade gesimst, ich muss sie abholen. Tut mir leid!“ kommen. Unfassbar, wie klug ich bin. Ich versuche ganz enttäuscht zu gucken und stehe auf. „Ja, da kann man nichts machen! Hat mich trotzdem gefreut dich zu treffen!“ Ja, das glaube ich dir sofort. Wen würde das nicht freuen. Ich rufe einer Bedienung zu, dass wir zahlen wollen. Er lässt mich meine Cola nicht zahlen, also bedanke ich mich artig und wir gehen raus.

Ich verspreche mich zu melden und lächle ihm noch mal zu, bevor ich um die Ecke verschwinde. Endlich. Ich hatte vergessen, wie langweilig ein Mensch sein kann.

*Name von der Redaktion geändert :P.

Tattoostand

Musiktipp: KoRn – Killing

Weiß nicht, ob man wirklich was erkennt. Gerade im Selbstversuch nochmal versucht mein Tattoo zu fotografieren.

In den letzten drei Nächten immer wachgeworden, weil es tierisch gejuckt hat. Ist echt fies, weil man ja nicht kratzen darf. Kleine Hautplättchen, an denen Farbe ist, haben sich abgelöst und in mir die Angst, dass mein Bildchen abgeht, ausgelöst. Ist aber wohl normal und ich sehe dem Tag der vollständigen Heilung mit extremster Freude entgegen :>.

Kennste…?

Musiktipp: KoRn – Starting Over

Kennste was trinken wollen, aber zu faul sein aufzustehen? Kennste aus dem Haus gehen und Regenschauer zum Opfer werden? Kennste Freunde, die keine Zeit haben? Kennste es besser wissen und trotzdem falsch machen? Kennste lernen müssen, aber total demotiviert herumzuliegen? Kennste ganz laut Musik hören, es aber trotzdem zu leise finden? Kennste alles doof finden und nicht wissen warum? Kennste eigenes Auto haben wollen, aber kein Geld? Kennste Hunger haben und nichts zu essen? Kennste zu viel denken und nicht mehr aufhören können? Kennste was suchen und nicht finden? Kennste was finden, was nicht gesucht wurde? Kennste allein sein, obwohl das Haus voll ist? Kennste heulen können ohne Grund?

Hasslos

Musiktipp: Rammstein – Engel

Fährt sie also weg, das wunderschöne Mädchen. Die Hoffnung, das aufgrund terrorristischer Pläne der Flug gecancelt wird, oder man ihr Shampoo für Plastiksprengstoff hält und sie den Flug verpasst, ist mittlerweile auch dahingeschwunden.

Ein Haus mit einer freundlichen Familie am Meer. Ich gönn’s ihr, aber traurig bin ich trotzdem. Haben nie wahnsinnig viel zusammengemacht und uns auch nie irgendwelche typisch mädchenhaften Freundschaftsschwüre geleistet oder so, wenn sie da war, war’s toll; wenn nicht, konnte ich damit auch ganz gut leben. Dass sie jetzt aber weg ist, so richtig weg, ist schon ein abartiges Gefühl. Kann trotzdem nicht hinfahren und Aufwiedersehen sagen. Das Grausame ist, dass ich nichtmal sagen kann, wieso. Ich mag sie, sie ist mir wichtig. Aber ich fühl mich irgendwie einfach nur schlecht, nicht wegen ihr. Oder auch wegen ihr. Sie ist nicht Ursache. Nicht wirklich.

Wenn man sich so an die letzten 2,5 Jahre zurückerinnert muss man schon grinsen. Es gab ein paar lustige Geschichten. Wenn man weiterdenkt, mag man wieder aufhören. Sie hat mir ganz schön oft, ganz schön wehgetan. Aber ich glaube nicht, dass sie das mit Absicht getan hat. Deshalb kann ich ihr nicht böse sein. Der Versuch sie zu hassen ist vermutlich schon bei vielen kläglich gescheitert. Sogar ungenannte Person, auch Ex genannt, konnte es nicht durchziehen, obwohl er sonst immer so stur und prinzipientreu ist. Heißt schon was, irgendwie. Vielleicht auch nicht.

Vielleicht liest sie das hier ja. Keine Ahnung. Tut mir leid, irgendwie kann ich heute nicht, es ist einer dieser deprressiven Tage ohne Boden. – Wir sehen uns vermutlich in 13 Monaten wieder. Vergiß die rosa Socken nicht. Bis dann.

Und ich hab nicht mal geweint

Musiktipp: System Of A Down – Lonely Day

In einer Durchreiche, deren Funktion durch ein Rollo gestört ist, steht Jesus neben einem Totenkopf und einem Blumenbild. Davor befinden sich ein Tisch und zwei Stühle. Auf einem davon sitze ich.

Das Geräusch der Nadel hat fast schon Zahnarztcharakter, allerdings ist die Umgebung weitaus schöner. Eine rote Wand, eine weiße, Bilder, lächelnde Mitarbeiter. Und dann der Tattoowierer, der mir gerade eine Fee aufs Schulterblatt sticht. Wer behauptet, dass Tattoowieren nicht wehtut, lügt!

Zuerst zieht nicht namentlich erwähnte Person ein paar Linien ohne Farbe, die so sehr wehtun, dass ich überlege, schon wieder zu gehen. Aber ich beschließe zu bleiben. 4 the win! Die ersten fünf Minuten, die sich allerdings wie eine Ewigkeit anfühlen tun weh, danach ist es fast schön. Die Tatsache, dass besagter Tattoomensch, ständig „gleich“ sagt, verwirrt allerdings schon irgendwie. Irgendwann fängt er dann auch an mit der CD, die verdammt laut durchs Zimmer hallt, mitzusingen.

Fast zwei Stunden lasse ich das Prozedere über mich ergehen. Insgesamt machen wir zwei Pausen, die ich auch wirklich brauche. Denn verbogen über einer Stuhllehne hängen ist nicht wirklich rückenschonend.

Gelohnt hat es sich auf jeden Fall, es ist so toll geworden. – Sobald ich an eine funktionierende Digicam komme, gibt’s auch Fotos.

EDIT: So, da ist es auch schon: Feechen.