Vierzehn

Musiktipp: Evanescence – Breathe No More

Ich war 14. 14 Jahre alt. Ein Kind. Ich hatte kein Selbstbewusstsein, kein Selbstvertrauen. Ich war verwirrt, depressiv und alleine, ich hatte soviel Angst vor allem. So leicht beeinflussbar, so naiv. Und so betrunken.

Komm trink aus. Abgefüllt. Ich hab dir vertraut, dir geglaubt. Du hast auf mich eingeredet, mir Schuldgefühle gemacht. Und dann hast du es ausgenutzt. Ich war 14!

Dass du nachts ruhig schlafen kannst. Ich dachte so lange Zeit, dass es okay wäre. Andere Menschen mussten mir erklären, was das damals war. Jahre später, liege ich weinend im Bett und frage mich, warum ich dich nicht früher hassen konnte.

Ich war so dumm, habe versucht Kontakt zu halten. So dumm von mir. Ich habe doch tatsächlich an eine heile Welt geglaubt.

Hast du auch nur eine Ahnung, wie schmerzhaft es ist, wenn eine heile Welt sich als falsch herausstellt? Hast du eine Ahnung, wie es ist, diese Gedanken, dass man etwas hätte dagegen tun sollen? Dass man sich fragt, warum ein Mensch so grausam sein kann? So notgeil? Ich war 14. 14!

Ein Gedanke zu „Vierzehn

  1. Hassen kann ich ihn erst seit einiger Zeit. Es wird immer mehr und macht mich wahnsinnig. Jahrelang dachte ich, es wird schon wieder.. eine Zeitlang nahm ich es hin. Eine Zeitlang dachte ich „okay, passiert.“ Wir hatten auch noch Kontakt, nachdem ich mit 18 rausgeschmissen wurde, als alles rauskam.
    ich war sein Spielball.. sweet sixteen.. nicht nur meiner Unschuld, sondern auch dem Glauben an eine heile Familie beraubt. Und meine Pflegemutter hasst mich. Sie glaubt IHM. Ich bin ja schließlich das kleine Flittchen, das ihren Mann verführt hat..

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