Stöckchen Fangerles

Ich habe ein Stöckchen von insy gefangen:

1. Greife das Buch, welches Dir am nächsten ist, schlage Seite 18 auf und zitiere Zeile 4:
„…immerhin waren die Homiden vor uns hoch entwickelt…“

2. Strecke Deinen linken Arm so weit wie möglich aus. Was findest Du?
CD „Car-Indie“ von Kai.

3. Was hast Du als letztes im Fernsehen gesehen?
Grey’s Anatomy

4. Mit Ausnahme des Computers, was kannst Du gerade hören?
Nichts 🙁

5. Wann hast Du den letzten Schritt nach draussen getan?
Heute, wegen Schule und so.

6. Was hast Du gerade getan, bevor Du diesen Fragebogen begonnen hast?
Eine PM gelesen.

7. Was hast Du gerade an?
Jeans, ein tolles Shirt und Socken :p

8. Hast Du letzte Nacht geträumt?
Weiß nicht mehr.

9. Wann hast Du zum letztenmal gelacht?
Gestern, weil mein Englischlehrer beim Frisör war…

10. Was befindet sich an den Wänden des Raumes, in dem Du Dich gerade befindest?
Regale, Schrank, Möbel :p Poster, Bilder, Dreck

11. Hast Du kürzlich etwas Sonderbares gesehen?
Frösche, die im Regen auf der Straße hopsen und wenn man drüber fährt „pltschkhgd“ machen 🙂

12. Was hälst Du von diesem Quiz?
Bei einem Quiz sollte man auch was gewinnen können, mal echt.

13. Was war der letzte Film, den Du gesehen hast?
Ice Age 2

14. Was würdest Du kaufen, wenn Du plötzlich Multimillionär wärst?
Wohnung.

15. Sag mir etwas über Dich, was ich noch nicht wusste.
Ich steh auf Ketchup.

16. Wenn Du eine Sache auf der Welt ändern könntest, was wäre das?
Lass mich überlegen…

17. Tanzt Du gerne?
Ja, aber das ist eher so ein herumspringen.

18. George Bush
Komm geh weg.

19. Stell Dir vor, Dein erstes Kind wäre ein Mädchen. Wie würdest Du es nennen?
Feechen.

20. Und einen Jungen?
Jetzt geht’s aber zu weit.

21. Würdest Du es in Erwägung ziehen, auszuwandern?
Jap.

22. Was würdest Du Gott sagen, wenn Du das Himmelstor erreichst?
Du Wichser ich dachte du bist tot!

23. Zwei Leute, die das hier auch beantworten sollen.

der dyni und kA

Manche nennen es Kindheit

Musiktipp: James Blunt – Fall At Your Feet

Wenn man so über seine Kindheit nachdenkt und einem nichts einfällt, macht einen das skeptisch. Sehr skeptisch sogar. Denn ich weiß, dass ich eine hatte. *denk*

Im Kindergarten war ich glaube sogar beliebt. Vermutlich nur weil ich zu allem ja gesagt habe und den Großteil der Zeit still und leise malend an irgendeinem einsammen Grupentisch saß. Vielleicht habe ich sogar Gespräche mit meinem imaginären Freund geführt. Nein, ich war doch nicht beliebt.

In die Grundschule wollte ich nie, war aber trotzdem beliebt ohne Ende. Am Tag der Einschulung, an dem ich ein verdammt häßliches Jeanskleid tragen musste, das aus Stoff war und einen Kragen hatte, vervollständigt von einer doofen Frisur, war meine Mama auf einmal weg und ich musste mich konzentrieren nicht loswzuweinen, obwohl ich es wirklich gern getan hätte. Aber dann hätten mich die anderen Kinder verprügelt oder Sand in mein Getränkepäckchen gefüllt.

Nach ein paar Tagen zeigten mir meine Mitschüler dann aber, wie sehr sie mich mochten – und ich ihnen, wie sportlich ich war, indem ich weglief und mich meistens erfolgreich versteckte. In der dritten Klasse durfte ich dann dieses dumme Hüpfspiel, – Seite, Seite, Mitte, Breite – mitspielen und mir jedesmal anhören, dass ich es nicht konnte, um daraufhin erneut Spielverbot erteilt zu bekommen. Nein, ich war doch nicht beliebt.

Danach ging ich dann zur Orientierungsstufe. Da konnte ich in den Pausen draussen herumrennen oder drinnen herumsitzen und dicke Kinder beobachten, die das Glück hatten, sich Süßigkeiten un Kakao kaufen zu können. Mein Taschengeld endete immer bei dem Versuch einen Ring mit echtem – so dachte ich – Diamanten aus dem Kaugummiautomaten zu holen. Einmal haben ein paar Jungs das Ding bzw. die Kunststoffglasscheibe angezündet und so Zugriff auf die wertvollen Schätze ermöglicht. Da hat sich dann rausgestellt, dass der Ring, den ich seit der ersten Klasse anbetete, doch nicht so ganz toll war.

Enttäuschungen sind echt eine fiese Sache. Alleinesein auch. Genauso wie Turnbeutel verstecken.

Erstaunlich, was einem so alles einfällt wenn man schreibt und erstaunlich, was man alles gar nicht wissen will….

Feiertage

Musiktipp: Anastacia – Everything Burns

Wenn es draussen regnet, das Fernsehprogramm schlecht ist, sämtliche Geschäfte geschlossen haben und gestern Sonntag war, dann ist Ostermontag.

Ein perfekter Tag um Dinge für die Schule zu tun eigentlich. Nur leider findet sich die fehlende Motivation, die aufgrund der benannten Tatsachen eingetreten ist, in allen Lebensbereichen wieder. Aber morgen geht’s wieder los. Ende der Ferien. Mitleidsbekundungen jeder Art bitte schriftlich einreichen.

Den ganzen Tag nichts tun ist anstrengend, etwas tun ist noch anstrengender und die Lust irgendwas zu tun zerspringt in einem bla. Konzentrationsfähigkeit bei Null. Ja, alles ist bla. Schönes Wort. Der Ersteller muss wirklich tiefgründig veranlagt gewesen sein. Bla. Ich mach einfach nichts. Ich sitz hier und starr den Regen am Fenster an. Bla. Bla. Bla.

Wieso ist an Feiertagen immer alles blöd?

Sturmfrei

Musiktipp: The Crash – Star

Weil die Erzeugerfraktion sich im Land der gekochten Frösche und der spitzen Nippel bei einer Weinprobe mit anschließendem Weinkauf mehr oder weniger die Kante geben wollte, hatten meine innig geliebten Schwestern und ich zwei ganze Tage sturmfrei.

Am Montag beschloss eine der beiden zu grillen, schöne Sache. Dumm nur wenn man hinterher alles aufräumen muss. Nicht für mich, denn ich habe den ganzen Abend Jul-beschäftigt-sich-selbst gespielt. Ist nicht einfach das Spiel, aber weitaus interessanter, als 16-Jährigen beim Grillen mit integrierten Besäufnis zuzusehen. Ihr seid so cool, Kinder 😛

Wie besagt. Ich komme dienstagmorgens, eigentlich mittags, in die Küche, wo besagte Schwester mit Freund (der ist übrigens keiner von den kleinen 16-Jährigen) am Geschirr wegräumen ist und den Müll zusammensucht. Okay, der Müllsack steht da lieblos in der Ecke, das Waschbecken ist voll mit Geschirr, auf dem Küchentisch liegen Brote, die so hart sind, dass man sie als Schlagstock einsetzen könnte und der Boden ist unter einer zentimeterdicken Schicht Krümeln verschwunden. Aber sie ist dann mal fertig.

Genauso wie ich, also gehe ich wieder ins Bett. Das Leben ist irgendwie doch schön und so kuschelig weich.

Liebeskummer

Musiktipp: Krezip – Fine

Zuerst konnte ich irgendwie gar nicht weinen, hab mich sogar darüber geärgert, dass ich so gefühlskalt war, dass Er es war. Am Telefon kamen dann doch Tränen. Und je mehr man drüber geredet hat und je mehr Menschen davon erfuhren, desto realer wurde es und desto mehr tat es weh.

Gestern war es eine Mischung aus Party- und Ich-will-sterben-Stimmung, heute letzteres. Besonders seitdem ich erkannt habe, dass Geschwisterliebe nicht selbstverständlich ist. Nur weil ich sie bei Liebeskummer in den Arm genommen habe und an ihrem Bett saß, heißt das nicht, dass sie es auch tut. Nein, sie muss nicht einmal fragen, wie es mir geht….

Das macht mich traurig, gerade weil ich sie vor zwei Tagen noch lobend erwähnt habe und unser Verhältnis als „recht gut“ beschrieben habe. So kann man sich irren.

Traurig macht mich auch diese Machtlosigkeit, diese Hilflosigkeit, die ich empfinde, wenn ich an ihn denke. Alleine. Single. Keine Umarmung. Wörter, die schmerzhafter nicht sein könnten. Sein Versuch, zu trösten, scheitert. Das geht vorbei? Wann!? Es ist schade drum? Warum bin ich dann alleine!?

Ich will ihn hassen, aber ich kann es nicht. Ich vermisse ihn. Ich mag aufwachen. Es soll vorbei sein. Ich mag nicht mehr weinen. Ihm geht es auch nicht sonderlich gut. Vorbeikommen und trösten!? Keine Chance. Es würde zu sehr wehtun? Ach das geht noch schlimmer!?

Schlaflos in Göttingen

Draussen: Regentropfen glitzern am Fenster, am Himmel sind bei genauer Beobachtung Wolken zu erkennen.

Ich weiß, dass draussen Leben ist. Die Katze vom Nachbarn, die herumstreunt, laute Diskotheken, Taxifahrer, die betrunkene Menschen nach Hause fahren. Betrunkene Fußgänger. Ein Ehestreit ein paar Häuser weiter. Ich weiß das. Dennoch bekomme ich von alledem nichts mit.

Drinnen: Das einzige Licht kommt von der Schreibtischlampe und aus dem Lautsprecher ertönt leise Musik.

Es ist Schlafenszeit. Dumm nur, wenn man nicht schlafen kann. Und deshalb sitz ich auch heute wieder hier und versuche verzweifelt müde zu werden.

Was kann ich tun? 🙁