Sentimentales zum Frühlingsanfang

Es kommt der Moment, in dem man einfach nur dasitzt und sich fragt. Was habe ich bisher eigentlich erreicht? Ein Moment der vollkommenen Stille. Ein Zeitraum, in dem man Bilanz über seine Erfolge und seine Misserfolge zieht und ganz ehrlich zu sich ist.

Je älter man wird, desto mehr hat man erlebt und desto mehr Dinge gibt es, die man bereuhen kann. Ganz logisch. Je älter man wird, desto mehr versteht man. So geht es jedem einzelnen.

Irgendwann fängt man an zu begreifen, dass das Leben unaufhaltbar ist und einen immer wieder einholt. Dass jetzt gerade die Sonne ihre zaghaften Strahlen durch das Fenster schickt, aber nachher wieder Regen dagegen trommelt.

Ich habe als kleines Kind mal eine Comicserie gesehen, ich kann mich an nichts mehr erinnern, außer an einen Satz „Auf Regen folgt die Sonne!“. Damals dachte ich, ist doch klar, denn es kann ja nicht immer regnen. Heute weiß ich, dass es manchmal sogar gar nicht mehr aufzuhören scheint….

Mein erstes Mal

Aus ungenannten Gründe verbrachte ich heute eine ganze Stunde lang in einem InternetCafe in der Göttinger Innenstadt.

Es ist eigentlich sehr einfach, man betritt den Laden, in welchem schon einige Albaner und Türken in den dortigen Telefonzellen stehen und telefonieren und ein paar vorpubertäre Jungs ihre Biologiestunde versäumen, weil das Internet aufregender ist, und sagt laut „Hallo“.

Dann kommt ein dunkelhäutiger und glatzköpfiger Mensch aus einem Nebenraum und sagt selbiges um sich daraufin an einen Rechner zu setzen und mit Minderjährigen zu chatten.

Wenn man dann fragend in seine Richtung guckt und sich erkundigt, was der Spaß kostet, bekommt man sogar eine Antwort und einen Platz zugewiesen, der durch eine Holzwand vom nächsten abgetrennt wird.

Da an dem Computer weder ICQ noch ein IRC-Client zu finden war, musste ich mich mit der widerlichen Javatechnologie begnügen und diese nutzen um in meinen Stammchat zu gelangen. Baldschon entdeckte ich eine Webcam und eine Bedienungsanleitung. Zum Brennen von CDs.

Nach einer Stunde zahlte ich den wucheren Preis von zwei Euro und verließ den Laden, während ich von sämtlichen ausländischen Mitbürgern mit einem Ich-will-dich-ficken-Lächeln angesehen wurde.

Nie wieder werde ich ein InternetCafe betreten. Zu hause ist es doch am Schönsten.

EDIT zur tollen I-pod Geschichte

Da will man diesen wunderschönen Link in den Kommentaren posten und dann funktioniert es aus unerfindlichen Gründen nicht. Die Welt ist ungerecht!

Nebenbei muss ich aber noch erwähnen, dass ich 19 Jahre alt bin und ganz sicher nicht konsumgesteuert. Das zu den lieben und gemeinen Blogkommentaren, über die ich mich kindisch gefreut habe 😛

Die Geschichte des kleinen I-Pods

Zu meinem 17 oder sogar erst 18, mein Gedächtnis lässt mich hier im Stich, jedenfalls bevor es cool war und jeder einen hatte, schenkte mein Vater mir einen I-pod. Einen I-pod mini. Glücklich, jetzt nicht mehr den schweren Discman inklusive einer Tasche voll mit veralteten Audio-CDs herumschleppen zu müssen, lief ich keine Sekunde mehr ohne Musik herum.

Leider ließ mich mein neuer Begleiter nach ziemlich genau einem Jahr im Stich: Ahnungslos lief ich durch die Göttinger Bahnhofshalle um daraufhin von einem dahergelaufenen Penner, sorry Obdachlosen, erschreckt zu werden, woraufhin mein Baby herunterfiel. I-pod hinüber. Der Hoffnungsschimmer, dass dieser Zustand nicht von Dauer weilen würde, zerbrach, nachdem ich das Objekt des Verlustes erfolglos und verzweifelt mehrere Stunden reaktionslos angestarrt hatte.

Nachdem der I-pod acht Wochen in der Reparatur eines erfolgreichen Elektronikmatktes, welchen ich jetzt mal nicht gnadelos schlecht machen werde, zugebracht hatte, hatte ich diesen immer noch nicht wieder. Aber ein paar Tage später. Im Laden erfuhr ich, dass er unreparierbar sei und ich ihn aber ersetzt bekommen würde. Dass der I-pod mini nicht mehr hergestellt wird, ahnte ich zu diesem Zeitpunkt schon.

Der Markt stellte mir einen Gutschein über den Neuwert des verlustreichen Gerätes aus und forderte sämtliches Zubehör. (Wollen die das weiterverkaufen?) Relativ schnell beschloss ich, mir von dem Gutschein einen I-pod Nano zuzulegen, der sogar ein paar Euro günstiger war und verdammt sexy.

Im Geschäft war dieser nun aber nicht vorhanden, was ich erfuhr, als ich ein weiteres Mal hinfuhr. Die Überredungskünste des Angestellten, den I-pod mit 1 GB zu nehmen, der vorhanden war, scheiterten. Es wurde ein Gerät mit 4 GB bestellt. Der Mensch wollte mich anrufen, wenn mein Baby da wäre.

Ein paar Tage später. Nichtsahnend, war gerade in der Nähe, ging ich in den Laden, völlig unangerufen und fragte nach. Nur aus Interesse. Ja, das gute Stück war da! An der Kasse bekam ich dann sogar 10 %. (Habt ihr mich deshalb erst Montag anrufen wollen?)

Nach dieser Prozedur bin ich nun stolze Besitzerin eines I-pod Nano. So klein. Und so niedlich. Ich liebe ihn. Das ist ein richtiges Baby!

Für Hanno

Hallo Shania, liebe Dramaqueen, sehr geehrter Brandon und auch hallo alle anderen Persönlichkeiten vom Hanno,

Hanno, ich hasse dich und deine homOristische Art mir zu sagen, dass du mich liebst.

Deine kindischen Bemerkungen, mit denen du mir und anderen deine Zuneigung bekundest, erfreuen sich immer großem Gelächter und verächtlichem Augenrollen.

Die verzweifelten Versuche auf das Niveau deiner Mitmenschen zu kommen sind zuckersüß, genauso wie jeder Versuch Beiträge und Aussagen von deinem virtuellen Umfeld auf deine einmalig asozial-schwuchtelige Art und Weise zu zerreißen.

Deine blödkindlichen Aussagen scheinen dir nie auszugehen. Und obwohl sie total abgelutscht und geklaut sind, hören wir alle sie immer wieder gerne. Denn niemand sonst kann so oft und so lange ausgelacht werden wie du.

Deshalb fordere ich WHOIS für Hanno 😛

In ewiger Hass-Liebe,
deine Jul

(Dieser Beitrag enthält keinerlei politisch unkorrekte Aussagen und ist vollends sarkastisch und ehrlich gemeint)